Matthias Hübsch

Finanzberatung für Akademiker und Unternehmen/r

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Entgeltumwandlung

Betriebsrente für Alle

Seit der Betriebsrentenreform zum 1.1.2002 haben Arbeitnehmer einen Anspruch auf Betriebsrente per Entgeltumwandlung.  Der Arbeitgeber muss diesem Wunsch nachkommen und ein passendes Modell anbieten.

Das Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) hat das Modell der Betriebsrente zum 1.1.2018 verändert, ab 2019 erweitert und erneut ab 2020 für Sparer verbessert. Für Arbeitgeber bedeutet es, neben der Vertragsfreiheit auch gesetzliche Verpflichtungen zu beachten und zu erfüllen.

Was hat sich u.a. verändert?:

- ein verpflichtender Arbeitgeberzuschuss, für neue und alte Verträge

- die höhere steuerliche Förderung 

- Freibeträge auf die Grundsicherung - Sparen lohnt sich für Jeden!

- weniger/keine Abzüge auf die Rente wegen neuem Freibetrag

- neue Sparformen, die 100% Garantie plus Zuwachs bieten 

 Übersicht: Betriebsrentenstärkungsgesetz:  ( HIER klicken)

 

Die bisherigen 5 Durchführungswege

Dem Unternehmen bieten sich mehrere Durchführungswege an: 

a) Direktversicherung per Entgeltumwandlung  (Basismodul) - einfache Verwaltung und Transparenz 

Die sog. Direktversicherung darf in den letzten Jahren als Basismodul im Bereich der Betriebsrente bezeichnet werden. Die Vorteile für den Arbeitnehmer liegen in der Reduktion von Lohnsteuern und Sozialabgaben auf den Sparbetrag, so dass der eigene effektive finanzielle Aufwand oft bei unter 50% der Sparrate liegt. (siehe Flyer). Im Jahre 2020 gilt ein steuerlich geförderter Rahmen von 552,- mtl..

Welcher Tarifpartner/Versicherer und welcher Tarif hier am besten geeignet ist, sollte ergebnisoffen zwischen Arbeitgeber und einem unabhängigen Berater oder Vermittler geprüft werden. Der Verwaltungsaufwand für den Arbeitgeber ist bei diesem Durchführungsweg am geringsten.

Für den Arbeitnehmer bietet die Direktversicherung vielfältige Vorteile.

Bei Arbeitgeberwechsel, Elterzeit, Arbeitslosigkeit, Insolvenz, Hartz4, Beitragsänderung, Vererbung und bei späterer Auszahlung. So ist es möglich, im Laufe des Erwerbslebens nur einen Sparvertrag bAV zu starten und durchzuhalten. Auch die historisch für Bausparverträge genutzten vermögenswirksamen Leistungen lassen sich besser in zusätzliches Sparvolumen für die Betriebsrente umwandeln und wirken so doppelt für den Arbeitnehmer.

Aufbaumodule

b) Direktzusage
Mit einer Direktzusage verpflichtet sich der Arbeitgeber, seinen Beschäftigten im Versorgungsfall bestimmte Leistungen zu zahlen - in der Regel eine monatliche Betriebsrente bei Invalidität oder Erreichen der Altergrenze. Die Direktzusage ist bilanzwirksam.

Unterstützungskasse:
Unterstützungskassen sind Versorgungseinrichtungen die Versorgungszusagen auch außerhalb der Bilanz eines Unternehmens ermöglichen. Möglich ist es, diese Versorgungszusage neben dem Basismodul Direktversicherung anzubieten und so weiteres gefördertes Sparvolumen zu nutzen.

Pensionsfonds: 
Pensionsfonds bieten für Arbeitgeber und Arbeitnehmer ein höheres Maß an Flexibilität und bieten ein Modell chancenreicherer Anlage als die herkömmlichen Modelle betrieblicher Altersversorgung. Besonders für die Auslagerung von Pensionszusagen wird das Modell des Pensionsfonds heute genutzt. 

Pensionskasse:
Pensionskassen funktionieren ähnlich wie das Modell der Direktversicherung. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und teils nur geringer Anzahl an Verträgen, bei vielen Neugründungen seit 2002, sollte dieser Durchführungsweg kritisch beleuchtet werden. Erst Insolvenzen und Herabsetzungen von Garantieleistungen für Sparer hat es bereits gegeben.

 

Lassen Sie sich beraten, um Ihre persönliche Situation zu analysieren und die Fülle der angebotenen Produkte zu ver­gleichen.

Info für Arbeitgeber

Arbeitnehmer haben Anspruch auf betriebliche Altersversorgung
Ziel des Gesetzgebers ist es, für jeden Arbeitnehmer Zugang zur betrieblichen Altersversorgung zu schaffen. Seit 2002 haben Arbeitnehmer deshalb einen Rechtsanspruch auf eigenfinanzierte betriebliche Vorsorge - als Arbeitgeber müssen Sie Ihren Beschäftigten auf Wunsch die Möglichkeit bieten, über den Betrieb für das Alter zu sparen.(link)

Ab 1.1.2019 sind Sie als Chef sogar verpflichtet, sich an der Alterssicherung Ihrer Beschäftigten finanziell zu beteiligen. Jeder Arbeitnehmer kann eine betriebliche Altersversorgung verlangen, sofern er bereit ist, dafür einen Teil seines Gehalts einzusetzen. Dies gilt sogar für Teilzeitkräfte und für geringfügig Beschäftigte.

Arbeitgeber und Arbeitnehmer ziehen an einem Strang
Will der Arbeitnehmer also beispielsweise aus laufendem Gehalt eine betriebliche Altersversorgung aufbauen, sind Sie als Arbeitgeber verpflichtet, diesem Wunsch im gesetzlich bestimmten Umfang nachzukommen (Umwandlung von Entgelt bis zu vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze West in der gesetzlichen Rentenversicherung - das sind 3.312,- Euro im Jahr 2020).

Als Arbeitgeber sollte man in jedem Fall aktiv werden und seinen Mitarbeitern frühzeitig ein Angebot zur Entgeltumwandlung im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung machen. So hat man die Möglichkeit, ein Vorsorgesystem einzuführen, das auf Unternehmen und Mitarbeiter gleichermaßen zugeschnitten ist.


 
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